Die Kuh ist kein Klima-Killer

Die freuen sich endlich raus zu kommen nach der Winterpause! April

Die Millionen Kühe auf unserer Welt verpesten unsere Luft mit ihren luftigen Ausstoßungen. Kühe und ihr ausgerülpstes Methan tragen stark zum Klimawandel bei. Kühe sind DIE KLIMA-KILLER.

Kühe haben seit längerer Zeit einen eher schlechten Ruf in unserer Gesellschaft. Durch Klima-Aktivisten wurde dieser leider noch miserabler, denn Kühe werden nun als schädliche Gas-Produzenten gesehen, nicht aber als die möglichen Bodenretter und einzigartigen Wiederkäuer-Helden, die sie sind.

Ich würd’ mit diesem Post jetzt gern ein bisschen über die Kuh schwärmen, denn die Zeit hier hat mich schon ein bisschen anders auf die mächtigen Tiere schauen lassen. Außerdem habe ich sehr spannende Sachen über Kühe gelernt. Vor allem in dem – sehr zu empfehlenden – titelgleichen Buch „die Kuh ist kein Klima-Killer“ von Anita Idel.

Es könnte nämlich so schön sein!

chillin’

Das mit dem Methan ist natürlich richtig. Methan ist tatsächlich 25x klimaschädlicher als CO2. Kühe produzieren Methan, ja. Jedoch wird von Klima Aktivist*innen eigentlich nie gehört, dass Kühe eines noch viel besser können als dem Klima zu schaden – nämlich: zur Begrenzung des Klimawandels beitragen!! Wie?

Artgerechte Weidehaltung – auf die Weide mit ihnen!
Nachhaltige Weidehaltung der Kühe fördert die Bodenfruchtbarkeit und schafft Humus (der fruchtbare, organische Teil des Bodens). Und mit jeder zusätzlichen Tonne Humus im Boden wird die Atmosphäre um circa 1,8 Tonnen CO2 entlastet. Wenn wir die Kühe artgerecht auf der Weide grasen lassen, sind nicht nur sie sehr zufrieden (sie könnten ihr ganzes Leben lang nur von Gras leben), sondern auch unser Boden profitiert in Form ihres einzigartigen Kuhmists (einzigartig auf Grund ihres Verdauungssystems), das Klima und alle Lebewesen, incl. uns Menschen, die nur in Symbiose mit einem gesunden Boden langfristig überleben können.

Mehr Lächeln statt Lachgras!
Die höchsten durch die Landwirtschaft verursachten Emissionen gehen nicht von Methan aus, sondern von synthetischen Stickstoffverbindungen. Damit werden die großen Monokulturen – besonders Mais und Getreide – für die Produktion von Kraftfutter in der intensiven Landwirtschaft gedüngt. Die Düngung verbraucht viel Energie und setzt Lachgas frei – und Lachgas ist 295 mal klimaschädlicher als CO2. Kühe werden also, anstatt sie artgerecht mit ihrem Lieblingsessen Gras zu füttern, auf Hochleistung gezüchtet mit Kraftfutter (Mais und Getreide). So roden wir nicht nur immer mehr Flächen für den Anbau von Mais und Getreide für Kühe, sondern verschwenden auch wahnsinnig viel Energie und wertvolle Nahrung für den Menschen, denn wir haben die Kuh zum Nahrungskonkurrenten gemacht. Und des alles für Nix – denn die Kuh frisst doch am liebsten Gras.

Gras ist jedoch weder energiereich genug für die Hochleistung, die wir der Kuh heutzutage abverlangen, noch genug vorhanden für all die Millionen Kühe auf der Welt. Milch und Fleisch aus Intensivproduktion sind also nur scheinbar billig. Die Rechnung dessen tragen wir alle gemeinsam später. Denn intensive Landwirtschaft verdrängt mit Monokulturen die biologische Vielfalt und den CO2-Speicher der Erde: Wald, Grünland und ihr Boden!

Machen wir die Kühe also nicht zu “Klima-Killern”, sondern zu den Klima-Helden! Machen wir sie nicht zu unseren Nahrungskonkurrenten, sondern lassen sie Gras fressen und ihren Mist für uns und die Erde arbeiten! Lassen wir die Lachgas-Produtktion, und zaubern ihnen ein Lächeln auf’s Gesicht!

Mr.Smiling Cow (@CowSmiling) | Twitter
foto credits @ Mr.smilingcow

Kuh-zunft
Je mehr Menschen auf der Erden leben, desto wichtiger wird die Bodenfruchtbarkeit zur Sicherung der Ernten. Das agroindustrielle System heizt den Klimawandel an und erhöht die Risiken für die Welternährung ganz schön doll. Unsere Böden verlieren immer mehr an Fruchtbarkeit und dies gilt es zu stoppen! Die Zukunft der Kuh und ihrer Haltung (und all ihren Vor- oder Nachteilen) liegt in unseren Händen! Wir können alle mithelfen, dat is ja das Schöne: mit dem Verzicht oder mindestens starker Reduzierung von Fleisch aus der intensiven Landwirtschaft, mit dem Einkauf von Fleisch von Höfen, die nachhaltige Weidehaltung praktizieren, mit leckeren Alternativ-Rezepten zu Fleisch, mehr Aufklärung und Verständnis gegenüber diesen Themen und mit solidarischer Unterstützung für diejenigen, die sich keine “Weidehaltung” – Produkte leisten können. Supi, tschau tschau und bis bald

sexy cows

2 thoughts on “Die Kuh ist kein Klima-Killer

  1. Danke, Hannah, für deinen Bericht. Die wenigen “glücklichen” Kühe sind keine Klimakiller. Die Milliarden Kühe im Rahmen des agroindustriellen Systems sind Klimakiller (da beißt die Kuh kein Faden ab). Und insofern sagen die “Klimaaktivisten”, wie es ist. Und deshalb sollten wir alle GEMEINSAM an notwendigen Veränderungen arbeiten. Liebe Grüße.

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